RIOT

Drama
AU 2018, Jeffrey Walker
105 min, OmU

Präsentiert vom CSD Verein Freiburg

Freitag, 03. Mai – 21:00 Uhr

1978: Sydney ist noch weit entfernt davon, die hippe Weltstadt zu sein, die wir heute kennen. Das soziale Klima ist rau, und dies bekommen vor allem die Minderheiten zu spüren. Besonders Schwule stehen auf der sprichwörtlichen Abschussliste der örtlichen Polizei und müssen jederzeit mit brutalsten Schikanen rechnen. Die Bestrebungen zur Entkriminalisierung der Homosexualität geraten immer wieder ins Stocken, und doch bleibt eine buntgemischte Gruppe von Aktivist*innen hartnäckig und kämpft sich bis ganz nach oben, um für ihre Gleichberechtigung aufzustehen. Und sie treten damit einen Protestmarsch los, der vierzig Jahre später fast eine halbe Million Menschen jährlich auf die Oxford Street zieht: den Sydney Mardi Gras.

Der CSD Sydneys ist wahrlich “anders als die andern”. Bei sommerlicher Hitze demonstriert und feiert die Stadt an einem Samstagabend zusammen mit angereisten Besucher*innen aus aller Welt ein frohes und soziales Fest. Im letzten Jahr, zum 40-jährigen Bestehen, hat auch die Zivilgesellschaft zu ihrer sozialen Verantwortung gestanden und die teils sehr brutale Entstehungsgeschichte des Mardi Gras wurde von Polizei, Politik und den Medien verantwortungsbewusst aufgearbeitet.

RIOT erzählt diese Geschichte gefühlvoll aus den Augen der Engagierten und zeigt, wie hart der Kampf und wie wichtig dabei die Gemeinschaft war. Und wie in solchen Zeiten das Private nicht privat bleiben kann, sondern zum Politikum werden muss – da wir sonst den Kampf schon verloren haben.