Gay Chorus Deep South

Dokumentation
US 2019, David Charles Rodrigues
92 min, Original mit dt. Untertiteln

Sonntag 05. Dez – 11:00 Uhr

Wir zeigen den Film in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten 2016 sind die Auswirkungen in den konservativen Südstaaten besonders stark. Diskriminierungen von Minderheiten nehmen zu, und eine ganze Reihe von Anti-LGBTQ*-Gesetzen werden beschlossen oder diskutiert.

Als Reaktion darauf entschließt sich der San Francisco Gay Mens Chorus, genau dort auf Tournee zu gehen. Über 300 Sänger reisen auf eigene Kosten in den tiefen Süden. Unterstützt vom Oakland Interfaith Gospal Choir bringen sie eine versöhnende Botschaft von Musik, Liebe und Akzeptanz zu jenen Communitys, die in ihrem Umfeld mit großer Intoleranz konfrontiert sind. Ihre Reise führt sie in Privathäuser, Kirchen, Konzerthallen und auf den Spuren Martin Luther Kings und der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung über die berühmte Brücke in Selma, Alabama. Die Musik hilft, die scheinbar unüberbrückbaren Differenzen in der Gesellschaft zu überwinden.

Einfühlsam begleitet der Regisseur den Männerchor und fängt die Lebensgeschichten der Sänger sehr berührend für die große Leinwand ein. Einige Chormitglieder stammen aus dem Süden und müssen sich nun auf dem Weg zur Versöhnung ihren eigenen Ängsten, Schmerzen und Vorurteilen stellen. Was dabei herauskommt, ist ein weniger gespaltenes Amerika, in dem die Grenzen – Glaube, Politik, sexuelle Identität – durch die Kraft von Musik, Menschlichkeit und ein wenig Widerstand überbrückt werden.

Beim Tribeca Filmfestival in New York sowie beim Pink Apple Filmfestival in Zürich wurde der Film mit dem Publikumspreis für die beste Dokumentation ausgezeichnet.