Der junge Polizist Lucas (Tom Blyth) hat es verinnerlicht, seine wahren Gefühle und Neigungen zu verbergen. Mitte der 90er Jahre lebt der Sohn einer Arbeiterfamilie im Bundesstaat New York scheinbar glücklich liiert mit Emily. Bei Undercover-Einsätzen lockt er an Sex interessierte Männer auf einer öffentlichen Toilette an und liefert sie der Verhaftung aus. Bei einem dieser Einsätze warnt er spontan die Zielperson, die ihm ihre Telefonnummer zusteckt. Lucas nimmt nach langem Zögern Kontakt zu Andrew (Russell Tovey, bekannt aus LOOKING) auf, die beiden treffen sich heimlich und die von Lucas mühsam aufgebaute Fassade heterosexueller “Normalität” beginnt zu bröckeln.
Schnelle Schnitte und Heimvideo-Optik bringen Lucas’ inneres Gefühlschaos zum Ausdruck. Er ist hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, den Erwartungen seiner Vorgesetzten und seiner Familie zu entsprechen, und dem Bedürfnis, seine Identität frei leben zu können.
Der spannende Debütfilm von Carmen Emmi ist nicht nur historisch: 2025 wurden in der New Yorker Penn Station mehr als 200 Männer beim Cruising festgenommen. Er kann auch als Kommentar zum aktuellen Backlash gegen queere Rechte und Freiheit in den USA verstanden werden.








