42. Schwule Filmwoche Freiburg

29. April - 06. Mai 2026

Kino Kandelhof Freiburg

Gemeinsam sichtbar

Liebe Freund*innen der Schwulen Filmwoche,

die Welt da draußen macht es uns derzeit wahrlich nicht leicht, einfach „nur“ Kino zu feiern. Während wir uns hier in Freiburg in der vertrauten Dunkelheit des Kinosaals zusammenfinden, stehen queere Rechte in vielen Teilen der Welt massiv unter Druck – auch in Ländern, von denen wir es bis vor Kurzem nicht erwartet hätten.

Wie nah uns diese Spannungen kommen, hat uns die diesjährige Programmauswahl schmerzlich vor Augen geführt: Ein iranischer Film hatte uns tief bewegt Doch nach langen Abwägungen wird er nun nicht im Programm sein, um die Sicherheit der Filmschaffenden vor Ort nicht zu gefährden. Dass Kunst im 21. Jahrhundert ein solches Risiko darstellen kann, schmerzt zutiefst. Es erinnert uns daran, warum queeres Kino so viel mehr ist als Unterhaltung: ein Akt der Sichtbarkeit, ein Zeichen der Solidarität, manchmal der einzige Schutzraum für Geschichten, die sonst ungehört blieben.

Wer wir sind und wohin wir wollen

Auch wir als Team sind nicht stehengeblieben. Im November haben wir uns für ein intensives Hüttenwochenende zurückgezogen, um die großen Fragen zu stellen: Wer sind wir heute? Wen wollen wir erreichen? Welche Geschichten müssen in dieser Zeit erzählt werden? Das Programm dieser 42. Ausgabe spiegelt diesen Prozess wider: Filme über Liebe und Verlust, über die Suche nach Identität, über Aufbrüche ins Ungewisse und das Leben in Gemeinschaften, die sich nicht reibungslos in gesellschaftliche Normen fügen wollen.

Neue Partnerschaften

Wir sind seit Jahren tief im kulturellen Leben Freiburgs verwurzelt – durch Lesungen, Ausstellungen, Schulvorstellungen und Kooperationen. Dieses Jahr schlagen wir ein neues Kapitel auf: eine Bühnenkooperation mit dem Theater Freiburg. Am Sonntag laden wir zur Matinee ins Kino ein – Kurzfilm, Lesung und Gespräch rund um die Inszenierung „Love Western“. Und weil man das feiern muss, findet unsere Abschlussparty am Mittwoch direkt in der TheaterBar statt!

Highlights und Gäste

Auch innerhalb des Programms gibt es Neuerungen. Auf vielfachen Wunsch haben wir das Kurzfilm-Angebot verdoppelt: Es gibt in diesem Jahr gleich zwei Kurzfilmprogramme – eines am Wochenende und eines (Achtung!) am Dienstag. 

Ein besonderes Highlight erwartet Euch zum Festivalausklang am Mittwoch: Die Dokumentation SABBATH QUEEN aus den USA. Der Regisseur kommt persönlich nach Freiburg, um diesen kraftvollen Film zu präsentieren – ein würdiger Abschluss, bevor wir gemeinsam die Tanzfläche stürmen.

Apropos Gäste: Am 2. Mai begrüßen wir Kai Stänicke mit seinem Film DER HEIMATLOSE, der bei der diesjährigen Berlinale mit dem Teddy-Jury-Award ausgezeichnet wurde. Das sind jedoch nur einige Schlaglichter; wir laden Euch herzlich ein, auf den folgenden Seiten des Programmhefts zu stöbern. Ihr werdet einige wahre Perlen entdecken, die wir mit viel Herzblut für Euch kuratiert haben.

Ihr seid die Jury

Wie immer liegt die wichtigste Entscheidung bei Euch: Zwei Publikumspreise, je 500 Euro für den besten Langfilm und den besten Kurzfilm. Also: genau hinschauen, die Bilder nachwirken lassen und die Stimmzettel einreißen!  Eure Stimme ist das direkte Feedback an Filmschaffenden, die oft unter schwierigen Bedingungen arbeiten.

Schön, dass Ihr dabei seid!

Euer Team der 42. Schwulen Filmwoche Freiburg

Weihnachts-/Sommerspecial

Am Montag, 8. Dezember zeigen wir Euch einen herzerwärmenden Film aus Island, mit dem wir gemeinsam das queere Kinojahr ausklingen lassen.

Ab 19:15 Uhr gibt es Glühwein, Punsch und Selbstgebackenes und ab 20:00 Uhr starten wir mit dem Film – und der ein oder anderen Überraschung.

Unser Programm

Wir freuen uns riesig darauf, tolle Filme mit Euch zu genießen, in spannende Geschichten einzutauchen, zu lachen, vielleicht zu weinen, zu diskutieren – und queeres Kino zu feiern.

Unser Programm

Wir freuen uns riesig darauf, tolle Filme mit Euch zu genießen, in spannende Geschichten einzutauchen, zu lachen, vielleicht zu weinen, zu diskutieren – und queeres Kino zu feiern.

Über uns

Zum 40. Mal öffnete die Schwule Filmwoche Freiburg am 1. Mai 2024 wieder ihre Pforten. 1985 wurde das älteste noch existierende schwule Filmfestival von der Vorgängerin der Rosa Hilfe Freiburg e.V. ins Leben gerufen und hatte u.a. das Ziel, schwule Filme auf die große Leinwand zu hieven, die es ansonsten nur schwer ins reguläre Kinoprogramm schaffen. Im Laufe der Jahre wurde das Festival immer mehr modifiziert und ausgebaut, inzwischen ist es ein fester Bestandteil des queeren Lebens in Freiburg und seiner Umgebung.

1985_Plakat

Bis heute beleuchten wir die vielseitigen Aspekte des queeren Lebens in aller Welt. Nationale wie internationale Spielfilme wie auch bewegende Dokumentationen prägen ebenso das umfangreiche Programm wie Kurzfilme, Retrospektiven sowie Publikumsgespräche mit den Filmschaffenden.

Das Publikum ist stets dazu eingeladen, die Filme zu bewerten. Seit diesem Jahr wird es auch erstmals zwei dotierte Preise für jeweils den besten Lang- und den besten Kurzfilm geben.

Ein Team von gut einem Dutzend ehrenamtlich arbeitenden Film-Enthusiasten sichtet ein ganzes Jahr lang Filme, fährt zu Festivals wie z.B. der Berlinale, tauscht sich mit anderen Festivals aus und versucht, ein möglichst ambitioniertes und abwechslungsreiches Programm für das Freiburger Publikum zusammen zu stellen.

Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm rund um die Filmwoche selbst, Vernissagen, Schulvorstellungen, Partys, Lesungen und vieles mehr.

Kooperationen mit z.B. Queeramnesty und andere Organisationen wie auch mit den Freiburger Lesbenfilmtagen bestehen schon seit vielen Jahren und erweitern die Sichtweise auf queere Filme

Sonderveranstaltungen im gesamten Jahr wie das Open-Air im Innenhof des Schwarzen Klosters, ein Weihnachts-Spezial sowie weitere Extra-Events runden das Filmprogramm ab.

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Neuigkeiten

Alle aktuellen Informationen zur Filmwoche – hier könnt Ihr Euch auf dem Laufenden halten.

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