Amichai Lau-Lavie stammt aus einer tief religiösen Familie, die bereits seit 38 Generationen Rabbiner hervorgebracht hat. Am israelischen Unabhängigkeitstag 1961 wurde er als Enkel eines Holocaust-Überlebenden und Neffe des früheren Oberrabbiners von Israel geboren. Inzwischen ist er selbst ordinierter Rabbi und spiritueller Anführer der inklusiven, interreligiösen Gemeinde Lab/Shul in New York. Außerdem ist Amichai queerer Aktivist, der gegen Homophobie und Rassismus kämpft. Mit seiner Dragqueen-Persona „Rebbetzin Hadassah Gross“ hat er sich eine Rolle geschaffen, die das Patriarchat hinterfragt, interreligiöse Liebe feiert und für Frieden, Waffenstillstand und ein Ende der Besatzung eintritt.
Regisseur Sandi DuBowski hat seinen charismatischen Protagonisten 21 Jahre lang begleitet. Dank der langen Produktionszeit konnte er verschiedene Lebensabschnitte dokumentieren und Amichai feiernd, weinend, zweifelnd und triumphierend zeigen. Unterstützer*innen und Kritiker*innen kommentieren dabei jede Entscheidung und Lebenswende. So ist das komplexe Porträt eines Mannes entstanden im Spannungsfeld von Glaube, Identität und jüdischem Leben im sich rasant verändernden 21. Jahrhundert.





