2013 wurde der junge Journalist Eric Lembembe in Kamerun gefoltert und ermordet. Er war schwul und setzte sich öffentlich für die Rechte Homosexueller ein. Schockiert über den grausamen Tod reist der Berliner Filmemacher Appolain Siewe in sein Heimatland, um nach den Ursachen der wachsenden Homophobie in Kamerun zu suchen.
In Interviews mit Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen zeichnet der Regisseur ein präzises Bild der Diskriminierung und der Überlebensstrategien queerer Menschen und geht der Frage nach, wie sich deren Stellung von vorkolonialer bis zur heutigen Zeit in der Gesellschaft Kameruns entwickelt hat.
Siewe ist ein sehr eindrücklicher, einfühlsamer und auch sehr persönlicher Film gelungen. Er will sich auch mit seiner eigenen homofeindlichen Erziehung auseinandersetzen und mit seinem Vater darüber sprechen. Dies allein reicht aus, dass der Vater den Kontakt zu seinem nicht-schwulen Sohn abbricht.
Trotz des Blicks auf Ausgrenzung und Verfolgung queerer Menschen bleibt am Schluss doch auch Hoffnung: Wir begegnen vielen mutigen Menschen. Sie lassen sich nicht von Angst daran hindern, sich für ihre Rechte, Toleranz und Vielfalt einzusetzen.





