Der Club Babel in Cali, Kolumbien, existiert in einem seltsamen Zwischenreich – halb Nachtbar, halb Fegefeuer. Hier waltet La Flaca, der Tod in Gestalt eines umwerfenden Afro-Glamazon, über ein buntes Sammelsurium verlorener Seelen. Darunter Jacob, der Sohn eines homophoben Pastors, der heimlich seinen ersten Drag-Auftritt vorbereitet. Außerdem Monet, ein Geist, der verzweifelt in seinen Körper zurück will. Und Uma, die alles auf eine Karte setzt, um ihre todkranke Tochter zu retten. Dann fehlt auch noch der Star des Abends… und die Uhr tickt!
Regisseurin Gala del Sol schickt uns in einen tropischen Steampunk-Fiebertraum, der locker von Dantes INFERNO inspiriert ist, sich aber viel mehr an Divine als an der Divina Commedia orientiert. Homofeindlichkeit, religiöser Fanatismus, queere Identitäten und die Frage, wer das Leben wirklich lebt – all das verhandelt del Sol mit Neonfarben, mitreißender Musik und rauschhafter Energie. Ein Debütfilm, der einem den Atem verschlägt und noch lange in Gedanken bleibt.
RAINS OVER BABEL gewann den Grand Jury Award beim Las Palmas International Film Festival sowie den Jury Award for Best First Feature beim Inside Out Festival in Toronto. Chapeau!



