Ende des 19. Jahrhunderts: Nach 14 Jahren kehrt Hein (Paul Boche) auf die kleine, abgelegene Nordseeinsel zurück, wo er aufgewachsen ist. Doch womit er nicht gerechnet hat: Niemand dort scheint ihn wiederzuerkennen. Selbst sein bester Freund aus Kindertagen und seine Mutter distanzieren sich von ihm.
Man beschließt, ein Dorfgericht abzuhalten, um seine Identität zu klären. Aber je länger sich die Verhandlung hinzieht, desto unklarer wird die Lage. Denn Heins Erinnerungen an seine Jugend passen nicht zu denen der geladenen Zeug*innen. Aus anfänglichem Misstrauen wird Feindseligkeit. Verzweifelt beginnt Hein, Beweise zu suchen, die seine Aussagen stützen, und kämpft gegen den Vorwurf des Betrugs an – bis er auf eine schmerzhafte Wahrheit stößt.
Kai Stänickes surreal-traumhaftes Werk DER HEIMATLOSE gewann auf der diesjährigen Berlinale den Teddy Jury Award. In einer Kulisse aus musealen Fassaden entfaltet sich ein Drama über Gemeinschaft und Verdrängung.
Stilisierte Sprache und theaterhafte Inszenierung verleihen dem Film eine magische Aura. Kritiker*innen ziehen Vergleiche zu Lars von Triers DOGVILLE.








