Night Stage

Matias, ein ehrgeiziger Schauspieler, probt mit einer renommierten Theaterkompanie ein Stück, in dem er und
sein Mitbewohner Fabio die Hauptrollen spielen. Dadurch
wird eine Casterin für eine größere Serienproduktion auf
die beiden aufmerksam. Doch nur Fabio wird letztlich zum
Casting eingeladen.
We have never been modern

1937 kommen die schwangere Medizinerin Helena und ihr
Ehemann Alois, ein aufstrebender Fabrikmanager, nach
Úsvit, um mitzuhelfen, eine moderne Industriestadt aufzubauen. Doch ein verstörender Fund erschüttert das große Vorhaben: Auf dem Fabrikgelände wird ein totes Baby
entdeckt, das sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale aufweist. Während die Behörden eine
kommunistische Sabotage vermuten, scheint Helena die
Einzige zu sein, die an der Wahrheit interessiert ist. Doch
ihre Suche nach der Mutter des Säuglings führt sie in ein
Netz aus Angst, Aberglauben und politischen Spannungen.
I don’t know who you are

Nach einem sexuellen Übergriff muss der in Toronto lebende
Musiker Benjamin (Mark Clennon) dringend das Geld für eine
PrEP-Behandlung auftreiben für den Fall, dass er sich mit
dem HIV-Virus infiziert hat – und gleichzeitig demattraktiven
Malcolm (Anthony Diaz) aus dem Weg gehen, den er gerade
erst kennengelernt hat. Benjamin ist knapp bei Kasse, aber
fest entschlossen, das Problem selbst zu lösen. Ein verzweifeltes Wochenende verbringt er damit, die 900 Dollar zu besorgen, innerhalb des 72-Stunden-Zeitfensters, in dem das
PrEP-Medikament zur HIV-Prävention am wirksamsten ist.
Born for you

Neapel, 2017 – Luca ist Ende Dreißg, Single, schwul, praktizierender Katholik. Einst hat er das Priesterseminar für
eine Beziehung zu einem Mann abgebrochen und arbeitet
nun als Helfer in einem Zentrum für Menschen mit geistigen Einschränkungen. Er wünscht sich nichts sehnlicher
als eine eigene Familie.
Unspoken

Noams Großvater ist tot. Schon seit seiner frühesten Kindheit sagte man dem in einer jüdisch-orthodoxen Familie
aufwachsenden Teenager nach, dass er viel mit seinem
Opa gemein habe. Die Bindung zwischen beiden war stets
außergewöhnlich stark. Als Noam im Nachlass seines
Großvaters eine geheimnisvolle Notiz findet, wird ihm allmählich bewusst, dass es vielleicht noch mehr Gemeinsamkeiten gegeben haben könnte, als er bisher ahnte.
Satanische Sau

„Vorsicht, Sie sehen gleich einen dicken alten Schwulen!“,
gibt uns Hauptdarsteller Armin Dallapiccola gleich zu
Beginn des preisgekrönten Rosa von Praunheim-Films
selbstironisch zu bedenken. In seiner neuesten Doku setzt
sich der Kult-Regisseur mit viel Augenzwinkern, Sarkasmus
und Offenheit mit seiner eigenen Vergangenheit auseinander: „Die Sau bin ich, gespielt von meinem Alter Ego, dem
genialen Schauspieler Armin Dallapiccola. Der Film ist ein
Traum, eine Parodie, eine Farce meines Lebens. Poetische
Assoziationen zu meinem Tod, zu meinem Sexleben, zu
meiner Wiedergeburt.“ Dafür gab es bei den diesjährigen
Teddy Awards den Preis für die beste Dokumentation,
wobei der Film mit Wucht die Grenzen des Genres sprengt.
Drei Kilometer bis zum Ende der Welt

Adi ist 17 und verbringt einen letzten Sommer bei seinen
Eltern im Donau-Delta Rumäniens. Im Herbst beginnt er
sein Studium in Bukarest und genießt noch einmal die
wunderschöne und liebevolle Umgebung seiner Heimat.
Doch als er nach einem Treffen mit einem Touristen brutal
zusammengeschlagen nach Hause kommt, wird die scheinbar friedliche kleine Gemeinde aufgerüttelt: Polizei, Kirche,
Staat und nicht zuletzt Adi und seine Eltern ringen mit
den Konsequenzen des Vorfalls. Und stellen Adi vor nicht
wenige harte Entscheidungen.
Raus aus dem Ghetto

1975 in Hamburg gegründet, tourte dieTheatergruppe
„Brühwarm“ mit ihrem schwulen musikalischen Kabarett
durch Deutschland. Gründungsmitglied Corny Littmann
schrieb die meisten Texte, heute ist er Theaterintendant der
Hamburger Institutionen Schmidt Theater und Schmidts Tivoli.
Rio Reiser von der Band „Ton Steine Scherben“ sorgte später
für die Musik, die sich auch auf den beiden Brühwarm-Langspielplatten „Mannstoll“ und “Entartet“findet. Das Ergebnis
war eine neue Form des Theaters als politisches Mittel.
Streets of Glória

Als Gabriel nach Rio de Janiero zieht, entdeckt er bei
seinen Streifzügen durch die Straßen seines Viertels
The Glória. Die queere Bar, die Besitzerin Mônica und
die illustren Gäste ziehen ihn in ihren Bann – besonders
der heiße Escort Adriano. Mit ihm beginnt Gabriel – allen
Warnungen von Mônica und seinen neuen Freund*innen
aus The Glória zum Trotz – eine leidenschaftliche und chaotische Affäre, bis Adriano eines Tages spurlos verschwindet. Auf der Suche nach ihm beginnt Gabriel, selbst als
Escort zu arbeiten, um mehr über seinen geheimnisvollen
Lover herauszufinden und droht, sich in seinerObsession
für Adriano zu verlieren.
New German Queer Shorts

Dieses Jahr zeigen wir ein deutsches Kurzfilmprogramm, bei dem alle Filmschaffenden zu uns ins Kino Kandelhof zum Film-Talk kommen. Simon Schneckenburger kennen wir aus früheren Kandelhof-Zeiten, hier war der Freiburger als Vorführer tätig. Für SKIN ON SKIN erhielt er den Max-Ophüls-Preis und eine Nominierung für den deutschen Kurzfilmpreis. Popo Fan, Aktivist und Filmemacher aus China, lebt […]