I don’t know who you are

Nach einem sexuellen Übergriff muss der in Toronto lebende
Musiker Benjamin (Mark Clennon) dringend das Geld für eine
PrEP-Behandlung auftreiben für den Fall, dass er sich mit
dem HIV-Virus infiziert hat – und gleichzeitig demattraktiven
Malcolm (Anthony Diaz) aus dem Weg gehen, den er gerade
erst kennengelernt hat. Benjamin ist knapp bei Kasse, aber
fest entschlossen, das Problem selbst zu lösen. Ein verzweifeltes Wochenende verbringt er damit, die 900 Dollar zu besorgen, innerhalb des 72-Stunden-Zeitfensters, in dem das
PrEP-Medikament zur HIV-Prävention am wirksamsten ist.

Born for you

Neapel, 2017 – Luca ist Ende Dreißg, Single, schwul, praktizierender Katholik. Einst hat er das Priesterseminar für
eine Beziehung zu einem Mann abgebrochen und arbeitet
nun als Helfer in einem Zentrum für Menschen mit geistigen Einschränkungen. Er wünscht sich nichts sehnlicher
als eine eigene Familie.

Satanische Sau

„Vorsicht, Sie sehen gleich einen dicken alten Schwulen!“,
gibt uns Hauptdarsteller Armin Dallapiccola gleich zu
Beginn des preisgekrönten Rosa von Praunheim-Films
selbstironisch zu bedenken. In seiner neuesten Doku setzt
sich der Kult-Regisseur mit viel Augenzwinkern, Sarkasmus
und Offenheit mit seiner eigenen Vergangenheit auseinander: „Die Sau bin ich, gespielt von meinem Alter Ego, dem
genialen Schauspieler Armin Dallapiccola. Der Film ist ein
Traum, eine Parodie, eine Farce meines Lebens. Poetische
Assoziationen zu meinem Tod, zu meinem Sexleben, zu
meiner Wiedergeburt.“ Dafür gab es bei den diesjährigen
Teddy Awards den Preis für die beste Dokumentation,
wobei der Film mit Wucht die Grenzen des Genres sprengt.

Unspoken

Noams Großvater ist tot. Schon seit seiner frühesten Kindheit sagte man dem in einer jüdisch-orthodoxen Familie
aufwachsenden Teenager nach, dass er viel mit seinem
Opa gemein habe. Die Bindung zwischen beiden war stets
außergewöhnlich stark. Als Noam im Nachlass seines
Großvaters eine geheimnisvolle Notiz findet, wird ihm allmählich bewusst, dass es vielleicht noch mehr Gemeinsamkeiten gegeben haben könnte, als er bisher ahnte.

Drei Kilometer bis zum Ende der Welt

Adi ist 17 und verbringt einen letzten Sommer bei seinen
Eltern im Donau-Delta Rumäniens. Im Herbst beginnt er
sein Studium in Bukarest und genießt noch einmal die
wunderschöne und liebevolle Umgebung seiner Heimat.
Doch als er nach einem Treffen mit einem Touristen brutal
zusammengeschlagen nach Hause kommt, wird die scheinbar friedliche kleine Gemeinde aufgerüttelt: Polizei, Kirche,
Staat und nicht zuletzt Adi und seine Eltern ringen mit
den Konsequenzen des Vorfalls. Und stellen Adi vor nicht
wenige harte Entscheidungen.

Streets of Glória

Als Gabriel nach Rio de Janiero zieht, entdeckt er bei
seinen Streifzügen durch die Straßen seines Viertels
The Glória. Die queere Bar, die Besitzerin Mônica und
die illustren Gäste ziehen ihn in ihren Bann – besonders
der heiße Escort Adriano. Mit ihm beginnt Gabriel – allen
Warnungen von Mônica und seinen neuen Freund*innen
aus The Glória zum Trotz – eine leidenschaftliche und chaotische Affäre, bis Adriano eines Tages spurlos verschwindet. Auf der Suche nach ihm beginnt Gabriel, selbst als
Escort zu arbeiten, um mehr über seinen geheimnisvollen
Lover herauszufinden und droht, sich in seinerObsession
für Adriano zu verlieren.

Tackling Life

Was hat Rugby mit Queerness zu tun? Eine ganze Menge!
Da musste sich erst der Freiburger Rugby-Club melden und
uns diesen wunderbaren Film vorschlagen.

Out

Tom und Ajani haben soeben ihre gemeinsame Schulzeit
abgeschlossen und wollen Filmemacher werden. Sie drehen erste Kurzfilme, die sie dann in der Stammkneipe ihres
Heimatdorfes vorführen. Als Liebespaar treffen sie sich oft
heimlich und küssen sich nur, wenn sie sich unbeobachtet
fühlen. Denn in dem kleinen, konservativen Dorf sind sie
nicht geoutet. Sie wollen weg, raus aus dem Dorf und ins
vielversprechende Amsterdam.

Rent Free

Keine bezahlbaren Wohnungen, horrende Mieten für üble
Wohnhöhlen – dieses Problem gibt es nicht nur in Freiburg,
sondern auch in den Staaten.

PRISCILLA – KÖNIGIN DER WÜSTE

Zu kultigen Songs der 1970er- bis 1990er-Jahre reisen die drei Drag-Queens Bernadette, Mitzi und Felicia mit ihrem grell rosa bemalten Bus “Priscilla” durch die australische Wüste zu ihrem nächsten Engagement in Alice Springs. Auf ihrem Roadtrip treffen sie auf spießige Bewohner, Aborigines und grandiose Landschaften. Der Film ist ein unübertroffenes Juwel und gewann zu Recht einen Oscar für das beste Kostümdesign.